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Am Mittwoch, 14.
April, war es soweit: Oliver Blake kam mit zwei Mitarbeiterinnen und einem
Mitarbeiter in die Grundschule Wiedelah, um mit den 65 Mädchen und Jungen
richtige Erstversorgungsmaßnahmen bei kleinen und größeren Unfällen zu
erarbeiten.
Oliver Blake aus
Bockenem ist Lehrrettungsassistent. Er bietet mit seiner Sanitätsschule unter
anderem verschiedene Kurse für Kinder und Jugendliche an.
Der Schulelternrat
der Grundschule Wiedelah mit seiner Vorsitzenden Katja Must hatte den
Erste-Hilfe-Kurs für die Grundschüler organisiert, da eine vergleichbare
Veranstaltung vor drei Jahren sehr erfolgreich war. Den größten Teil der
Finanzierung übernahm der Förderverein der Grundschule Wiedelah e. V. so dass
von den Eltern für die Kinder nur noch ein Eigenanteil von 3 Euro aufzubringen
war. Die Eltern, die Mitglied im Förderverein sind, mussten nichts zahlen.

Auch diesmal waren
die Kinder mit großem Eifer und Interesse bei der Sache.
Im Klassenverband
wurden theoretische Grundlagen erarbeitet: Zum Beispiel lernten die Kinder, wie
die Organe des Körpers mit Blut versorgt werden, oder welche Folgen ein großer
Blutverlust haben kann. Auch erfuhren die Kinder, dass ohnmächtige Personen
versorgt werden müssen, da sonst die Gefahr des Erstickens besteht.
Der Theorie
folgten aber natürlich auch praktische Übungen: In Rollenspielen wurde geübt,
wie ein Unfall gemeldet wird und was bei der Meldung mitgeteilt werden muss.
Ganz wichtig dabei: Nicht gleich auflegen! Auf Nachfragen warten!
Danach mussten die
Kinder jeder Klasse eine Rettungskette bilden, um die alarmierten Helfer
möglichst schnell zu einer hilfsbedürftigen Person zu führen. So gelangten die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Oliver Blake auch in den Keller der Schule,
wo ein „verletztes“ Kind auf Hilfe wartete.

Dann ging es
weiter mit der Erstversorgung von verletzten oder bewusstlosen Menschen. Auch
die Kinder der ersten Klasse hatten schnell den Dreh raus, wie eine ohnmächtige
Mitschülerin oder ein Mitschüler in die stabile Seitenlage bewegt wird. Nach
einigen Durchgängen gelang das schon mit ziemlicher Routine.
Auch die Atemspende
wurde an einem „Dummy“ geübt. Mit Begeisterung
legten die Schülerinnen und Schüler auch Verbände an oder klebten Pflaster auf,
immer sachkundig angeleitet von den jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
Sanitätsschule Blake.
Diese lobten nicht
nur die interessierte Mitarbeit der Kinder sondern auch das im Sachunterricht
erworbene Vorwissen sowie das Lernklima an der Schule.
Lehrkräfte,
Schülerinnen und Schüler waren nach diesem Vormittag einer Meinung: Diese Form
des Unterrichts in Erster Hilfe macht nicht nur Spaß sondern kann auch helfen,
Leben zu retten.
Und hier der
ausführliche Artikel aus der GZ vom 21. April 2010:

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