Herzlich Willkommen in der Grundschule Wiedelah

Grundschule Wiedelah
 

 

Diese Vampirgeschichte entsteht gerade. Timo aus der

Klasse 4 arbeitet daran. Spannung ist angesagt!

Text: Timo Haumann
Zeichnungen: Marvin Geisler

Alex, der Vampir

 

Kapitel 1 - Eine dunkle Gestalt

Alex war bis vor kurzem ein ganz normaler Mensch. Bis einige Tage vor seinem 11. Geburtstag.

Doch dann, am Abend davor, er lag gerade im Bett, huschte etwas an seinem Fenster vorbei. Alex erschrak fürchterlich.

Was war das ? Er wagte kaum zu atmen. Dann huschte schon wieder etwas am Fenster vorbei. Alex dachte :"Was kann das nur sein? Ständig huscht etwas am Fenster vorbei! Dabei sind wir hier im 3. Stock !" Bevor er weiter denken konnte, klirrte die Scheibe und eine dunkle Gestalt kam ins Zimmer. Sie hatte einen pechschwarzen Umhang an mit roten Flecken darauf.

Ob das Blutflecken waren ? Doch dann kam sie die Gestalt auf Alex zu.

Alex schrie laut auf. Er sprang aus dem Bett und wich erschrocken zurück. Die Gestalt kam immer näher. Dann flüsterte sie :"Ich will dein Blut!"

Alex sah nur noch ein weißes Gesicht und die langen, spitzen Zähne. Dann spürte er einen stechenden Schmerz am Hals. Bevor er in Ohnmacht fiel, schrie er nochmals kurz auf. Das war das letzte, das er noch als normaler Mensch herausbringen konnte.

Kapitel 2 - Böses erwachen                    

Als Alex aufwachte, sah er sich in einer dunklen Gruft wieder. Schwaches Kerzenlicht beleuchtete den Raum. Überall standen alte Särge. Alex zahlte sie. 1, 2, 3, 4... 5 Särge! Ob in ihnen Vampire lagen?

Da entdeckte er die Gestalt, die ihn eben gerade... oder vor langer Zeit?

Alex wusste überhaupt nicht, wo er war, wie spät es war, und wie er hierher gekommen war. Plötzlich sagte die Gestalt mit tiefer Stimme: "Willkommen in Deinem neuen Zuhause!"

Alex stotterte :"Wo bin ich? Wie bin ich hierher gekommen? Warum ..."

Die Gestalt unterbrach ihn: "Nicht so viele Fragen auf einmal! Also du bist hier unter dem Friedhof. In einer Gruft. Ich habe dich hierher getragen, nachdem ich... na ja..."      

"Nun sagen sie schon!"

"Na gut. Ich hatte Hunger und habe dir das Blut ausgesaugt."

"Waaaaaas ? Das glaube ich ihnen nicht!", antwortete Alex fassungslos.

"Doch, es stimmt! So blass kann man nur ohne Blut sein!" Er reichte Alex einen Spiegel. Tatsächlich, er war wirklich käsebleich!

"Aber ich dachte, Vampire haben kein Spiegelbild!", fragte er ungläubig. "Eigentlich nicht, aber das ist ein spezieller Spiegel. Der hier", sagte die Gestalt und gab ihm einen zweiten Spiegel," ist echt."

Alex versuchte sich im Spiegel zu betrachten, doch es gelang ihm nicht. Dann knarrte es hinter ihm. Alex drehte sich erschrocken um. Die Sargdeckel hoben sich und aus ihnen stiegen drei weitere Vampire.  

"Ah, endlich seid ihr aufgewacht!", rief die Gestalt.

 

Kapitel 3 - Die Familie Ekson  

Die Gestalt sagte: "Ich bin Mr Johnson. Gerufen werde ich als "John". Das ist meine Frau Linda." Er zeigte auf einen offensichtlich weiblichen Vampir. Bei Vampiren unterscheiden sich Mann und Frau nur wenig.

"Das hier links ist Ben und das rechts ist Bens kleinere Schwester Lara." Er zeigte auf zwei andere Vampire, "Wir zusammen sind die Familie Ekson. Du wirst ab heute einer von uns sein! Und wie heißt du?"

Alex antwortete überrascht: "Ich bin Alex. Ist das jetzt nur ein schlechter Scherz und man will mich verkohlen, oder ist das alles wahr?"

Die Familie Ekson antwortete empört im Chor: "Natürlich ist das alles wahr!"

Ben fing an: "Da du jetzt Vampir bist, musst du dich vor Kreuzen, Knoblauch und Holzpflöcken hüten." Lara ergänzte: "Und vor Sonnenlicht!"
"Das hast du vergessen, Ben!", höhnte sie gleich darauf. Ben konterte:  "Immerhin hab ich das Meiste gesagt!"
"Aber das Wichtigste hast du vergessen!", stritt Lara weiter.
"Hab ich nicht!"
"Hast du doch!"
"Hab ich nicht!"
"Hast du ..."

"So beruhigt euch doch, Kinder!", besänftigte Linda sie.

Plötzlich wummerte es über den Köpfen der Familie Ekson. Ben zischte :"Still, das ist der Friedhofswärter!" "Der hat es auf uns abgesehen!

 

(Fortsetzung) 11. Juni 2009

Er geht NIE ohne Knoblauch, ....Kreuzen und Holzpflöcken aus dem Haus !", erweiterte Lara Ben. "Manchmal gräbt er auch heimlich Gräber um, auf der Suche nach unserem Versteck!", sagte Linda. "Aber bisher hat er ohne Erfolg gegraben. Zum Glück!", erwiderte darauf John. Alex fragte :"Warum saugt ihr ihm nicht das Blut aus, wenn er ohne Knoblauch und so geht ?" "Er trägt einen extra hohen Kragen, man kommt nicht an seinen Hals heran.", seufzte Linda. 

 

Kapitel 4 : Von Umhängen, Säften und Verstecken

 "Komm," meinte Ben, "ich glaube, der Wärter ist verschwunden. Ich zeige dir unsere anderen Verstecke." "Wie, ihr habt mehrere Verstecke?", wunderte sich Alex. "Ja, wir haben insgesamt 4 Verstecke. Ich zeige sie dir.", antwortete Ben und sie gingen durch eine Klappe in der Wand nach draußen.

Sie versteckten sich hinter einem großem Grabstein. Ben lugte vorsichtig an dem Stein vorbei. "Die Luft ist rein, Alex, Wir können gehen." Ben ging zu einem alten Baum. Alex folgte ihm. Ben tippte auf eine kleine Baumwurzel. Die große daneben sprang hoch und gab einen fast senkrechten Gang frei. "Hier müssen wir durch." ,sagte Ben und Alex kroch den Gang hinunter, immer Ben hinterher.

Mitten im Gang tippte Ben auf einen Stein, und die Wurzel hinter ihnen fiel wieder hinunter und sagte:"Damit er, wenn der Friedhofswärter kommt, unser Versteck nicht findet." Als Ben und Alex unten ankamen, sah Alex sich in einem riesigen Raum wieder.

In diesem Raum standen Bücherregale, „Man, wie habt ihr das alles aufgebaut? Kerzen und ganze Bücherregale!“ „Ooch, dafür haben wir nur 50 Jahre gebraucht.“ „Nur? Wie alt werden denn Vampire?“ „Normalerweise so ungefähr 270. Es gibt aber auch Vampire, die 350 oder älter werden.“ Alex kippte fast aus den Latschen, als er das hörte. „So alt? Langweilt ihr euch nicht?“ „Na ja, ein bisschen schon, aber das geht dann wieder vorbei.“ „Könnt ihr euch auch in Fledermäuse verwandeln?“ „Nur mit unserem Spezialwasser. Das wirkt aber nur 3 Stunden.“ Plötzlich kam Lara herein. „Hallo, ihr beiden!“, grüßte sie. „Ich habe Alex gerade erklärt, wie das mit dem verwandeln funktioniert. Hast du vielleicht eine Flasche dabei, damit Alex es auch einmal probieren kann?“, fragte Ben Lara. „Ja, hier bitte!“, antwortete Lara. Ben erklärte Alex: „Erst musst du einen Schluck trinken. Dann musst du entweder denken: „Fledermaus“ oder „Vampir.“  Alex probierte einen Schluck. Es schmeckte salzig-bitter. „Brrrrrr!“, schüttelte es Alex. Er schloss die Augen. Dann dachte er: „Fledermaus!“ Es poffte und Alex spürte, wie er in der Luft lag.

Plötzlich rief Ben: „Schnell, du musst mit den Flügeln flattern, sonst fällst du runter!“ Alex öffnete die Augen. Er sah, dass er in der Luft hing. Erschrocken versuchte er, mit den Flügeln zu flattern. Dann, auf einmal, er berührte fast den Boden, stieg er wieder auf. „Hurra, ich fliege“, rief Alex fröhlich. Anschließend landete er auf der Erde und dachte: „Vampir !“ Es poffte abermals und Alex war wieder ein Vampir. „Das ist toll, nicht ?“, fragte Lara.

„Und wie ist dann John an meinem Fenster vorbeigekommen ?“ „ Er hat den Spezialumhang genommen. Mit dem kann man fliegen!“, antwortete Ben. „Komm“, schlug Lara vor, „wir fragen, ob du ihn mal ausprobieren darfst.“  „Das ist eine gute Idee !“, antwortete Ben. Alex, Ben und Lara gingen zurück in das andere Versteck. Dort bat Lara John um den Mantel. Sie bekam ihn. Alex probierte ihn sofort an. „Ich bin Superman!“, rief er und flog durch den Raum.

Da sagte Linda:  „Ihr müsst jetzt in die  Särge, bevor es wieder hell wird!“ Jammernd schob jeder außer Alex die Sargdeckel weg. „Du musst am Griff außen anfassen und den Deckel langsam wegschieben. Ach ja, das dort wird ab jetzt dein Sarg sein.“ Sie zeigte auf einen Sarg, der neben allen anderen Särgen stand. Alex ging zu ihm. Er suchte den Griff und schob damit den Deckel weg.

 „Langsam wegschieben.“ dachte er, „So ein Mordsteil!“ Alex stöhnte. Der Deckel war gar nicht leicht! Doch schließlich schaffte er es . Er legte sich zögernd in den Sarg. Von innen sah es viel gemütlicher aus als von außen. Ben rief: „ Innen ist auch noch ein Griff. Mit dem kannst du den Sarg zuziehen.“ Alex tat das. Er lag jetzt im Dunkeln. Er schloss die Augen und schlief ein.  

 

Kapitel 5: Die Verwandten der Eksons

Währenddessen braute sich  auf dem Friedhof etwas zusammen. Der Bürgermeister hatte beschlossen, den Friedhof umzubauen. Baumaschinen rollten an. Erst wurden die Grabsteine abgebaut. Das dauerte einen ganzen Tag. Da  Nachtschicht  in Nordhausen mit nur wenigen Ausnahmen strengstens verboten ist, wurde der Friedhofswärter damit beauftragt, die Baumaschinen zu bewachen. Kurz vor Mitternacht wachte Ben auf, und klopfte an Alex' Sargdeckel. Alex wachte auf, schob den Sargdeckel weg, und stieg aus dem Sarg. „Was ist denn los, Ben ?“, fragte er. „Du, Alex, ich glaube, es ist etwas über uns passiert. Mitten am Tag bin ich aufgewacht, weil irgend etwas über uns gelärmt hat. Ich glaube, wir sollten mal nachsehen, was dort draußen los ist.“, erzählte Ben.

Alex erwiderte: „Aber erst sollten wir John, Lara und Linda aufwecken, und sie informieren, was wir vorhaben.“ „OK!“ Ben und Alex weckten den Rest der Familie Ekson. „Wir gehen nach draußen und  sehen nach, was da los ist.“,  erklärte Ben, nachdem er seine Geschichte erzählt hatte. Ben und Alex gingen, wie in der Nacht davor, wieder durch den Gang nach draußen, nachdem Ben sich noch ein bisschen von dem Spezialwasser abgefüllt hatte.

Draußen sagte er zu Alex: „Hier, trink!“ Alex trank wieder einen Schluck und verwandelte sich in eine Fledermaus. Anschließend trank Ben auch und wurde ebenfalls eine Fledermaus.  Alex flog mit Ben hoch in die Luft, um zu sehen, was auf dem Friedhof los ist. „Sieh mal, Alex, überall Baumaschinen! Die werden doch nicht den Friedhof umbauen !“ „Warum hätten sie dann die Baumaschinen hier stehen, wenn sie den Friedhof nicht umbauen wollen?“ „Das leuchtet mir ein! Also müssen wir so schnell wie möglich hier wegziehen !“ 

wird (hoffentlich) fortgesetzt!                                        

 

 

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